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Die Profis

1972 bis 1976: Gründung und Aufstieg

Im Sommer 1972 trennte sich die Eishockeyabteilung des Kölner EK vom Stammverein ab, da man der Meinung war, dass man als eigenständiger Verein erfolgreicher Eishockey spielen könne. Der neue Verein sollte ursprünglich nur Kölner EC heißen – was aber das Vereinsregister wegen der Ähnlichkeit zum Kölner EK nicht zu ließ. Daher wurde der Zusatz „Die Haie“ zum Vereinsnamen hinzugefügt. Am 10. August 1972 wurde der neue Verein gegründet und Peter Rentergent zum Präsidenten ernannt. Im Vorstand befand sich auch Bernd Schäfer III., ein Mann der später noch für großes Aufsehen im deutschen Eishockey sorgen sollte.

Gleich in der ersten Saison 1972/73 in der Oberliga gelang den Haien überlegen der Aufstieg in die Eishockey-Bundesliga, aus der sie nicht mehr absteigen sollten. In ihrem ersten Bundesliga-Jahr gab es stets Probleme im und um das Team. So beendete Mannschaftskapitän Siggi Stotz seine Karriere aufgrund einer Verletzung, es gab Unruhen im Vorstand und man entließ den Trainer und holte Ondrej Bendik an die Bande zurück. Dennoch schaffte man am Ende äußerst knapp den Klassenerhalt. Auch in der folgenden Spielzeit hatte man schlussendlich mit dem Abstieg nichts zu tun. 1975/76 wurde zur ersten großen Krisensaison der Haie. Der Streit innerhalb des Präsidiums gipfelte zu Jahresbeginn 1976 im Rücktritt des Präsidenten Rentergent, der auch wegen angeblicher Zahlungen an die offiziell noch als Amateure geltenden Spieler des KEC in die Kritik geraten war. Aufgrund des schwachen Abschneidens und der Turbulenzen im Verein – Mitte der Saison wurde zudem Trainer Bendik wegen anhaltender Erfolglosigkeit entlassen – gingen die Zuschauerzahlen stark zurück, was ein großes Loch in die Vereinskasse riss.

1976 bis 1983: Erste Erfolge trotz Geldsorgen

Trotz der akuten Geldprobleme machten die Haie mit großen Transfers auf sich aufmerksam. So verpflichtete der neue Präsident Dr. Jochem Erlemann unter anderem Gerhard und Udo Kießling als Trainer bzw. Verteidiger. Noch spektakulärer war jedoch der Kauf von Erich Kühnhackl vom EV Landshut für die damalige Rekordablösesumme von mehr als 600.000 DM. Doch gerade als sich der KEC sportlich in der Spitzengruppe der Liga etabliert hatte, kam das nächste Problem ans Tageslicht: Steuernachzahlungen und Schulden in Höhe von mehr als zwei Million Mark. Durch strenge Konsolidierungsmaßnahmen gelang es dem Präsidenten, den Konkurs in höchster Not abzuwenden. Und so gelang Kapitän Detlef Langemann und den Rest der Haien im März 1977 der großer Coup, als man in der neu eingeführten Meisterrunde unter anderem den früheren Serienmeister aus Berlin, sowie die rheinischen Rivalen aus Düsseldorf und Krefeld  besiegte und den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte holte.

Nachdem dem KEC die anvisierte Titelverteidigung – wie auch allen anderen Meistern zwischen 1971 und 1987 – nicht gelang, holte der Präsident viele neue Spieler an den Rhein, unter anderem einen gewissen, 21 Jahre alten, Miroslav Sikora, der den Haien 20 Jahre lang als Spieler und Manager treu bleiben sollte. Mit dem daraus entstandenen Spitzenteam gelang den Haien der zweite Titelgewinn, der jedoch vom Rücktritt des Präsidenten überschattet wurde. Nachfolger von Dr. Erlemann wurde Heinz Landen – der Mann im Hintergrund beim KEC war dann Schatzmeister Clemens Vedder.

Die nächsten Spielzeiten standen im Zeichen der sportlichen Mittelmäßigkeit sowie der finanziellen Konsolidierung des Vereins. In der Saison 1980/81 erreichte der KEC zwar sportlich die Playoffs, jedoch wurde die Mannschaft wegen der Verstrickung in den Passfälscherskandal (Einsatz von Kanadiern bzw. US-Amerikaner als Deutsche Spieler, die aber nicht die deutsche Staatsangehörigkeit hatten), an dem Herr Vedder mitbeteiligt gewesen sein soll, in die Abstiegsrunde versetzt. Bis 1983 bildete sich eine schlagkräftige Mannschaft mit jungen, aufstrebenden Spielern, wie beispielsweise Miroslav Sikora, Gerd Truntschka, Uwe Krupp und Helmut de Raaf. Erfahrung brachten Spieler wie Udo Kießling und Uli Hiemer mit in das Team ein. Diese Mischung sollte in den folgenden Jahren das Geschehen in der Bundesliga beherrschen.

1983 bis 1988: Vier Meisterschaften in fünf Jahren

Nach den Veränderungen der letzten Jahre, kehrte ab 1983 etwas mehr Ruhe im Verein ein. Mit Josef Golonka wurde ein erfahrener Trainer geholt, der das Team disziplinierte und ins Finale der Playoffs führte, wo man auf den EV Landshut traf. In einer der denkwürdigsten und spannendsten Finalserien kam es zum Showdown im fünften Spiel in Köln, nachdem die Bayern ein Spiel zuvor bereits die Möglichkeit ausgelassen hatten, die Serie für sich zu entscheiden. Die Haie besiegten die völlig entkräfteten Landshuter mit 5:0 und feierten die deutsche Meisterschaft.

Ein Jahr später mussten sich die erneut als Favoriten angetretenen Haie mit Platz drei zufrieden geben. Angesichts der verheerenden Verletztenmisere – im Halbfinale gegen Mannheim trat man nur noch mit elf gesunden Feldspielern an – war dies jedoch ein achtbares Ergebnis. Überschattet wurde die Saison jedoch von dem Foul des Mannheimers Roy Roedger, der den KEC-Stürmer Steve McNeill mit der Schlägerspitze ins rechte Auge schlug. Nur dank mehrerer Operationen konnte ein Teil der Sehfähigkeit des Auges gerettet werden. Roedger wurde für viele Spiele gesperrt und schließlich zu einer Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 200.000 DM verurteilt. Für Aufsehen sorgte außerdem der Haie-Stürmer Peter Schiller, als er im Europapokalspiel gegen den HC Bozen, das der KEC mit 6:1 gewann, aus Langeweile mit dem Puck hinter das eigene Tor fuhr und Liegestütze machte.

Die Saison 1985/86, die erste Spielzeit unter Trainer Hardy Nilsson, wurde für die Kölner Haie eine der erfolgreichsten der Vereinsgeschichte. Von Beginn an dominierte man die Liga und ging als Spitzenreiter in die Playoffs. Dort verlor man lediglich ein Spiel, gewann in der ersten Endspielserie gegen die Düsseldorfer EG mit 3:0 Siegen und feierte verdient die Meisterschaft. Zuvor hatte man bereits im Europapokal den zweiten Platz belegt. Doch auch diese Saison sollte ihre tragische Randerscheinung haben: Der gerade erst 19-jährige Ralph Philipp, Neffe des langjährigen KEC-Stürmers Rainer Philipp, kam bei einem Autounfall ums Leben. Seitdem wird bei den Haien die Nummer 8, die das Nachwuchstalent gerade erst von seinem Onkel „geerbt“ hatte, nicht mehr an Spieler vergeben.

In der Saison 1986/87 gelang es dem KEC mit seinem 5. Meistertitel, zum ersten Mal das seit 1971 anhaltende Meistertrauma zu durchbrechen und den Titel zu verteidigen. In den Playoffs, in die man als Vorrunden-Zweiter gegangen war, verloren die Haie kein Spiel und bezwangen Schwenningen, die DEG und Mannheim in jeweils drei Spielen. Bereits vor der Saison hatte Clemens Vedder seinen Posten als Schatzmeister aus privaten Gründen geräumt.

Ein Jahr später machten die Haie den Titelhattrick perfekt als sie im Finale der Playoffs gegen den Sportbund Rosenheim das fünfte entscheidende Spiel mit 4:1 gewannen. Damit besiegten sie das Team, das als einziges in der Vorrunde besser platziert war. Zu Beginn der Playoffs stellte der KEC einen bis heute unerreichten Rekord auf: Inklusive der jeweils drei Siege gegen Frankfurt und Mannheim gewann das Team 20 Playoff-Spiele in Folge. Die dritte Meisterschaft in Serie sollte die letzte für den KEC in der Eishockey-Bundesliga bleiben.

1988 bis 1994: Die rheinischen Rivalen

Nach dem Titelhattrick galten die Haie auch in der Saison 1988/89 zu den Favoriten, erst recht, nachdem man souverän die Tabelle nach der Vorrunde angeführt hatte. Nachdem man im Europapokal den Vizetitel gewonnen hatte, schied man jedoch im Halbfinale aus. Ausgerechnet gegen die DEG, mit der man vor der Saison die Torhüter getauscht hatte (Peppi Heiß kam für Helmut de Raaf) und die schon in der Saison die Wechsel von Dieter Hegen und Gerd Truntschka zum Rheinrivalen perfekt gemacht hatte. In der Saison 1989/90 schien alles wieder auf den Zweikampf zwischen den beiden rheinischen Rivalen hinauszulaufen. Die Haie belegten am Ende der Vorrunde Platz zwei hinter der DEG. Allerdings schied der KEC im Halbfinale gegen Rosenheim aus. Was blieb war der dritte Platz und ein weiterer Rekord, der bis heute bestehen bleiben sollte: Die neunte Halbfinalteilnahme in Folge.

Auch in den beiden folgenden Spielzeiten lief bei den Haien nicht alles wie geplant. 1990/91 hatte das Team mit vielen Verletzungen zu kämpfen, schaffte aber dennoch als Spitzenreiter die Qualifikation für die Playoffs. Dort erreichte man durch Siege gegen Hedos München und die Berliner Preußen das Finale gegen die DEG. Nachdem der KEC einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatte, unterlag man aber im entscheidenden fünften Spiel mit 0:4. 1991/92, als der 19-jährige Jozef Stümpel seine internationale Karriere begann, sorgten Unruhen im Umfeld von Beginn an für Probleme. Nachdem man im Viertelfinale gegen Mannheim mit 1:4 Siegen unterlegen war, begann ein Machtkampf hinter den Kulissen, der in Rücktritten mehrerer Vorstandsmitglieder gipfelte.

Zur Saison 1992/93 wurde das Geld erneut knapp bei den Kölner Haien. Trotz einiger Abgänge und nur mittelmäßiger Zugänge erreichte das Team nach der Vorrunde den zweiten Platz. In den Playoffs setzte man sich zunächst gegen Kaufbeuren (3:0) und Mannheim (3:1) durch, bevor man im Final erneut auf die DEG traf. In einer der spannendsten Serien der Bundesliga-Geschichte entschied am Ende der Heimvorteil zugunsten der Düsseldorfer, die das letzte Spiel an der Brehmstraße mit 2:1 nach Verlängerung gewannen.

Die Geldsorgen der Haie verschlimmerten sich noch, als Präsident Heinz Landen kurz nach Ende der Saison eine Herzattacke erlitt und ins Koma fiel. Die kurz zuvor neu ernannten Ulrich Simon (Vizepräsident) und Jörg Dickhäuser (Geschäftsführer) wirtschafteten den Verein fast zugrunde, bis sich insgesamt sieben Millionen DM Schulden angesammelt hatten und Spielergehälter teilweise nicht mehr gezahlt werden konnten. Präsident Landen kündigte zudem seinen Rücktritt zum Ende der Saison 1993/94 an. Bernd Schäfer III. sollte, zunächst als Interimspräsident, den Verein sanieren. Trotz des Chaos im Vorstand qualifizierte sich der KEC als Fünfter sicher für die Playoffs, wo man im Halbfinale dem späteren Meister Hedos München unterlag.

1994 bis 2001: Neue Liga, neue Arena

Nach Gründung der Deutschen Eishockey Liga (DEL), in der erstmals Vereine auch als GmbHs antreten durften, übernahm Heinz Hermann Götsch das Amt des Hauptgesellschafters und das des Aufsichtsratsvorsitzenden bei der neu gegründeten Kölner Eishockeygesellschaft „Die Haie“ mbH. Durch strenge Konsolidierungsmaßnahmen und Spendenaktionen von Fans gelang es den Haien, einige hochkarätige Profis an den Rhein zu holen. Nach einer dennoch enttäuschenden Vorrunde, die der KEC auf dem sechsten Platz beendete, steigerte sich die Mannschaft in den Playoffs von Spiel zu Spiel und schaltete Kaufbeuren, Mannheim sowie die Berliner Preußen aus. In einer hochklassigen Finalserie bezwang man schließlich den EV Landshut im entscheidenden fünften Spiel mit 4:0 und feierte die erste Meisterschaft der DEL-Geschichte.

In der Saison 1995/96 erreichte man nach Platz Eins nach der Vorrunde erneut das Finale, wo man wieder einmal auf die DEG traf. Doch nachdem der KEC das erste Spiel für sich entschieden hatte, gelang kein weiterer Sieg mehr und es blieb nur die Vizemeisterschaft. Zudem erreichte man im Dezember 1995 das Endspiel im Europapokal, wo man Jokerit Helsinki 3:4 unterlag. Ein Jahr später, auch die Mannschaft der Haie war durch die sog. „Bosman-Entscheidung“ stark verändert worden, war man in der neu gegründeten European Hockey League (EHL) weniger erfolgreich und schied bereits in der Gruppenphase aus. In den DEL-Playoffs traf man im vierten Jahr in Folge auf Landshut. Diesmal jedoch gewannen die Bayern die Serie in vier Spielen und für die hoch gehandelten Haie war das Viertelfinale Endstation.

Ein Widersehen gab es bereits ein Jahr später, als man erneut im Viertelfinale aufeinander traf. Die Haie, nach einer durchwachsenen Vorrunde mit viel Unruhe in der Mannschaft und im Umfeld als Dritter in die Endrunde gegangen, waren jedoch den hoch motivierten Landshutern unterlegen und gewannen kein Spiel. Auch in der folgenden Spielzeit gab es zu Beginn viele Probleme beim KEC: Wie im Vorjahr wurden Spieler kurz nach Saisonbeginn entlassen, das Mannschaftsgefüge stimmte nicht und die Leistungen des Teams stagnierten. Erst als mit Trainer Lahtinen, Co-Trainer Helland und Manager Miro Sikora die komplette sportliche Leitung ausgetauscht worden war, sorgte der später in der NHL sehr erfolgreiche Manager Andy Murray für mehr Ruhe im Verein und in der Mannschaft. In den Playoffs musste man jedoch erneut im Viertelfinale die Segel streichen. Gegen die Frankfurt Lions verlor man in einem dramatischen, entscheidenden fünften Spiel der Serie nach Penalty-Schießen.

In der Saison 1999/2000 wurde alles getan, um den Meistertitel wieder nach Köln zu holen. So galt die Mannschaft der Haie laut vieler Experten als eine der besten, die es in den letzten Jahren im deutschen Eishockey gab. So lief auch zunächst alles wie gewünscht: Im Dezember gewann man, als erstes deutsches Team nach 35 Jahren, den Spengler Cup in Davos, nach der Vorrunde belegte der KEC die Spitzenposition und in den Playoffs wurden die Augsburger Panther und die Berlin Capitals ohne Niederlage besiegt. Doch im Finale gegen die München Barons kam der Einbruch, die Haie verloren nach dem Auftaktsieg die anschließenden drei Partien und mussten den Barons den Titel überlassen. Ein Jahr später sollten die Hannover Scorpions maßgeblich über den Saisonverlauf der Haie entscheiden: Im Januar wurde Bob Leslie nach einer Niederlage gegen die Scorpions zum zweiten Mal von Lance Nethery auf dem Trainerposten abgelöst. An einem der letzten Spieltage machte der KEC gegen Hannover die Playoffs sicher, nachdem man sie erstmals zu verpassen drohte. Dort schied man dann gegen die Niedersachsen in drei Spielen aus.

2001 bis 2006: Erfolgreiche Jahre und die Ära Zach

Ähnlich wie in den Jahren zuvor spielten die Haie auch in der Saison 2001/02 eine schwache Vorrunde. Ausgerechnet im Jahr des 30jährigen Vereinsjubiläums machte man erneut erst zum Schluss der Vorrunde den Einzug in die Endrunde fest. Dort trafen die Haie zunächst auf die spielstarken Krefelder Pinguine, die man jedoch in drei Spielen aus dem Wettbewerb warf. Im Halbfinale setzte sich der KEC in fünf dramatischen Spielen gegen die Barons durch. Auch im Finale gegen die Mannheimer Adler entschied erst das fünfte Spiel über die Meisterschaft. Dieses gewann der KEC durch Tore von Alex Hicks und Dwayne Norris mit 2:1 und errang seine achte deutsche Meisterschaft.

Mit dem Ziel Titelverteidigung begann die Amtszeit von Hans Zach in Köln. Schon während der vorangegangenen Saison wurde das Engagement des damaligen Bundestrainers perfekt gemacht, was zur Folge hatte, das Rich Chernomaz trotz des Meistertitels keine Zukunft in Köln hatte. Die Haie überzeugten bereits in der Vorrunde, die sie nach einem furiosen Schlussspurt (20 Spiele ohne Niederlage nach regulärer Spielzeit) auf dem zweiten Platz beendeten. Über Kassel und Mannheim erreichte der KEC erneut das Finale, diesmal gegen den rheinischen Rivalen aus Krefeld. Nachdem man die ersten beiden Partien verloren hatte, zeigte die Mannschaft ihr volles Potenzial und erkämpfte sich ein entscheidendes fünftes Spiel in der Kölnarena. Doch die Pinguine zeigten ebenfalls Kampfgeist und Moral und besiegten die Haie mit 3:1. Neben der Vizemeisterschaft stand man zudem im Finale des wieder eingeführten DEB-Pokals, welches man aber gegen Mannheim verlor.

Nach den erfolgreichen letzten Jahren unter der Geschäftsführung von Herrn Thomas Eiching galten die Haie auch 2003/04 wieder zu den Favoriten auf den Titel in der DEL. Und nach dem Pokalsieg 2004 gegen Kassel und dem vierten Platz nach der Vorrunde, erwartete man viel vom KEC-Team. Doch die von vielen Verletzungen im Laufe der Saison geplagten Haie konnten in der Viertelfinalserie gegen die Frankfurt Lions nicht gegenhalten und scheiterten am späteren deutschen Meister. Dennoch blieben viele positive Erinnerungen an die Saison, auch wegen des neuen Vereinsrekordes von 6.500 verkauften Dauerkarten sowie der Gründung der Alex-Hicks-Initiative durch den Haie-Stürmer. Ein Jahr später, Rodion Pauels war mittlerweile Sportkoordinator der Haie geworden, kam erneut das Aus im Viertelfinale. Nach einer weiteren schweren Saison mit vielen Langzeitverletzten, belegten die Haie den vierten Platz. In den Play-offs mussten sich die Haie gegen eine, aufgrund des Lockouts, stark mit NHL-Spielern verstärkte Mannschaft des ERC Ingolstadt im entscheidenden siebten Spiel in der Kölnarena mit 2:5 geschlagen geben.

In der Saison 2005/06 kam es nach zehn Jahren erstmals wieder zu einem Aufeinandertreffen mit der DEG in den Play-offs. Nachdem die Haie die Vorrunde auf Platz 5 beendet und im Viertelfinale in nur vier Spiele die Nürnberg Ice Tigers ausgeschaltet hatten, folgte eine denkwürdige Serie gegen den Erzrivalen. Im vierten Spiel lagen die Haie kurz vor Schluss zurück, als Bill Lindsay die Verlängerung ermöglichte, in der er auch den Siegtreffer markierte. Im entscheidenden Spiel an der Brehmstraße unterlagen die Haie jedoch mit 3:5 und schieden aus.

2006 bis heute

In der Spielzeit 2006/07 war ebenfalls in der Vorschlussrunde die Saison für den KEC beendet. Im ersten Jahr unter dem neuen Trainer Doug Mason spielten die Kölner eine von Höhen und Tiefen geprägte Vorrunde, belegten am Ende aber den fünften Platz und erreichten so zum 26. Mal in Folge die Play-offs. Im Pokalfinale verloren die Haie, wie schon 2003, gegen die Adler Mannheim nach Verlängerung. Das Play-off-Viertelfinale gewannen die Kölner gegen die nach der Vorrunde besser platzierten Ingolstädter, unterlagen aber im Halbfinale gegen den späteren Meister Adler Mannheim. Während der folgenden Saison gab es einen spektakulären Torhüterwechsel bei den Haien: Travis Scott – bis dahin statistisch bester Torhüter der Liga – erhielt ein hochdotiertes Angebot eines russischen Klubs und wurde innerhalb weniger Tage dorthin transferiert. Als Ersatz verpflichteten die Kölner den deutschen Nationaltorhüter Robert Müller aus Mannheim. Dieser führte den KEC bis ins Finale, wo sie aber den Eisbären Berlin mit 1:3 unterlagen. Zuvor hatten die Haie den amtierenden Meister Mannheim im Viertelfinale sowie die Frankfurt Lions im Halbfinale besiegt. Im dritten Spiel der Serie gegen Mannheim stellten beide Teams beinahe einen neuen Weltrekord auf. Erst nach 168 Minuten gelang Philip Gogulla der Siegtreffer in der sechsten Verlängerung.[18]

Während der Sommerpause 2008 gab es beim KEC einige Unruhe, als Stürmer Ivan Čiernik einen Wechsel in die KHL zu HK Sibir Nowosibirsk lancierte, da er angeblich von Trainer Doug Mason kritisiert worden war. Als Ersatz für Čiernik wurde dank der Kontakte von Todd Warriner der NHL-Veteran Mike Johnson verpflichtet, dessen Kontrakt jedoch bereits im Dezember 2008 wieder aufgelöst wurde. Nach sieben nacheinander verlorenen Spielen zu Saisonbeginn – dem schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte – wurde Trainer Doug Mason entlassen. Als Nachfolger für Mason bestimmte die Geschäftsführung den ehemaligen Co-Trainer Clayton Beddoes, dem mit Andreas Lupzig ein alter Bekannter zur Seite gestellt wurde.[19] Im Dezember 2008 trennten sich die Haie auch von Beddoes und der bisherige Nachwuchstrainer Rupert Meister wurde bis zum Saisonende als Trainer installiert. Trotzdem erreichte die Mannschaft 2008/09 erstmals seit 28 Jahren nicht die Playoffs. Aufgrund des schwachen Abschneidens und der Wirtschaftskrise blieb der KEC weit unter seinem gewohnten Zuschauerschnitt zurück, was die Haie in eine schwere Krise brachte. Für Aufsehen sorgte der KEC, als er im Frühjahr 2009 für die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Kurzarbeitergeld beantragte.[20] Nur durch das Engagement von neuen Gesellschaftern konnte das Insolvenzverfahren verhindert werden. In die kommende Spielzeit 2009/10 werden die Kölner daher mit einem um eine Million Euro verringerten Etat gehen.

Am 21. Mai 2009 gaben die Kölner Haie bekannt, dass ihr Torhüter Robert Müller an einer Krebserkrankung gestorben sei. Daraufhin wurde Müllers Rückennummer, die Nummer 80, bei den Kölner Haien gesperrt.

Nachdem die Kölner Haie aus den Playoff-Rängen fielen und einen Großteil ihrer Spiele verloren, wurden Trainer Igor Pawlow und Co-Trainer Rupert Meister am 2. Dezember 2009 von ihren Aufgaben entbunden und durch das Trainergespann Bill Stewart und Ex-Haie-Spieler Niklas Sundblad ersetzt. Seit dem 11. März 2010 werden die Kölner Haie von der International Management Group vermarktet. [Quelle: wikipedia]




Alle 1. Bundesliga- und DEL Spieler der Kölner Haie 

Tobias Abstreiter Bryan Adams Jeremy Adduono Igor Alexandrov Jan Alinc Torsten Ankert Thorsten Apel Chuck Arnason Peter Ascherl Cristoph Augsten Gerd Baldauf Dieter Ballhausen Björn Barta Ralf Baumanns Colin Beardsmore Marcus Beeck Sergei Beresin Doug Berry Eric Bertrand Bernd Beyerbach Dan Bjornlie Boris Blank Gordon Blumenschein Tino Boos Thomas Bornträger Luciano Borsato Nikolai Borschevski Thomas Brandl Thomas Brandl Nils Bredberg Greg Brown Philipp Büermann Dr. Peter Bürfent Giuseppe Busillo Drew Callander Patrik Carnbäck Ivan Čiernik Joe Cirella Mariusz Cissewski Jon Coleman Teja Dambon Collin Danielsmeier Dick Decloe David Delfino Franz Demmel Justyn Denisiuk Jeff Dessner Markus Dettlaff Alexej  Dmitriev Udo Döhler Hans-Günter Dönges Igor Dorochin Benoît Doucet Frank Doyle Mario Doyon Peter Draisaitl Mickey Elick Andre Faust Craig Fisher Jerome Flaake Mike Ford Tomas Forslund Anton Forster Thomas Franken Rikard Franzén George Fritz Sebastian Furchner Peter Gailer Liam Garvey Aaron Gavey Thomas Geldmacher Alexander Genze Georg Giovannakis Peter Glinka Holger Glomb Brian Glynn Philip Gogulla Harvey Göttlicher Thomas Greiss Thomas Gröger Olaf Grundmann Hannu Haapalainen Derek Haas Ralf Hafeneger Bob Halkidis Patrick Handl Roland Hanemann Ray Hanske Siegfried Hardt Matthias Hart Mike Hartman Daniel Hatterscheid Adam Hauser Greg Hawgood Dieter Hegen Marco Heinrichs Joseph Heiss Christian Helber Wolf Herbst Werner Heyn Alex Hicks Doug Hicks Jörg Hiemer Uli Hiemer Benjamin Hinterstocker Michél Hirt Martti Hirvonen Todd Hlushko Robert Hock Franz Hofherr Frank Hohenadl Herbert Hohenberger Stefan Horneber Kai Hospelt Wim Hospelt Jim Hrivnak Michael Hrstka Helmut Hüsemann Anders Huusko Thomas Imdahl Ralph Intranuovo Anthony Iob Iiro Itämies Christoph Jahns Henryk Jaworowski Markus Jocher Mike Johnson Oliver Jonas Alexander Judin Stéphane Julien Jörg Jung Dieter Kalt Andreas Keiler Rawil Khaidarow Udo Kießling Georg Kink Marcus Kink Walter Köberle Bernhard Köpf Ernst Köpf Lasse Kopitz Stefan Kornewald Thorsten Koslowski Harald Krüll Uwe Krupp Marcus Kuhl Tim Kühlem Werner Kühn Erich Kühnhackl Bodo Kummer Alexander Kuzminski Juri Kuznetsov Peter Kwasigroch Dan Lambert Alexander Lange Detlef Langemann Dieter Langemann Jacques Laroque Harri Laurila Jörg Lautwein Tim Leahy René Ledock Guido Lenzen Holger Leonard Eduard Lewandowski Ulrich Liebsch Petri Liimatainen Bill Lindsay Dimitri Litesov Bill Lochead Andreas Loth Mirko Lüdemann Andreas Lupzig Peter Lutter Jochen Maassen Doug MacDonald Boguslaw Maj Rainer Makatsch Stefan Mann Jason Marshall Andrej Martemjanov Henry Martens Marquis Mathieu Matthias Maurer Jörg Mayr Dave McLlwain Steve McNeill Brian McReynolds Holger Meitinger Christoph Melischko Karsten Mende Jason Meyer Corey Millen Kjell-Rune Milton John Miner Sergio Momesso Niki Mondt Jim Montgomery Andreas Morczinietz Marcel Müller Moritz Müller Robert Müller Marty Murray Michael Muus Kevin Nagel Miroslav Nentvich Roger Nicholas Bastian Niedermeier Christian Nikola Fredrik Nilsson Hardy Nilsson Petter Nilsson Dwayne Norris Stefan Nötzel Bill Nyrop Werner Oberheidt Alexander Oblinger Jouko Öystilä Marco Ohmann Martin Ondrejka Marc Otten Steve Palmer Christoph Päpke Jörg Parschill Ron Pasco Dimitri Pätzold Shane Peacock Gernot von Pelchrzin Harry Pflügel Rainer Philipp Ralph Philipp Timo Pielmeier Kamil Piroš Josef Planovski Anton Pohl Andreas Pokorny Hans Polak Jiri Poner Toni Porkka Harlan Pratt Jan-Philipp Priebsch Helmut de Raaf Ronny Reddo Ralf Reisinger Andreas Renz Jeff Ricciardi Axel Richter Karl-Gustav Richter Jeremy Roenick Chris Rogles  Peter Romberg Klaus Roski Hans Rothkirch Boris Rousson Jean-Yves Roy Ulrich Rudel Daniel Rudslätt Michael Rumrich John Samanski Morgan Samuelsson Christoph Sandner Craig Sarner Marc Savard Stefan Schauer Heinrich Schiffl Peter Schiller Ekkehard Schindler Thomas Schinko Brad Schlegel Kurt Schloder Hans-Joachim Schmengler Udo Schmid Markus Schmidt Mike Schmidt Michael Schmitz Sven Schmitz Mats Schöbel Frank Schreiner Jürgen Schulz Manfred Schuster Travis Scott Yannic Seidenberg Thorsten Sendt Miroslav Sikora John Slaney Simon Sochatsky Mike Souza Walter Stadler Vic Stanfield Ralf Stärk (Dobrzynski) Leo Stefan Helmut Steiger Robert Sterflinger Thomas Sterflinger Siegbert Stotz Lothar Strauch Jozef Stümpel Sören Sturm Niklas Sundblad Sigmund Suttner Michael Tack Sean  Tallaire Tom Thornbury  Naoki Tomita Paul Traynor Richard Trojan Gerd Truntschka Mats Trygg Christian von Trzcinski Rob Tudor Vaclav Tuma Christoph Ullmann Petri Varis Claus Verleih Andrew Verner Dirk Voss Mike Walton Todd Warriner Erich Weide Roman Weilert Darcy Werenka Achim Werner Ray Whitney Leonhard Wild Martin Wild Steve Wilson Marc Wittbrock Craig Woodcroft Brian Young Jason Young George Zajankala Peter Zankl Bruno Zarrillo Rainer Zerwesz [Quelltext 2006: Haie.de | Geschichte | Kölner Haie Spieler bei Wikipedia]